Dienstag, September 01, 2009















ein leerzeichen für jeden tag, an dem ich etwas hätte schreiben wollen. weil dieses jahr sich unmöglich benimmt, werde ich es mit nichtbeachtung strafen. schmollen und schweigen ist das motto. wir lesen uns 2010 wieder.

Dienstag, Juni 09, 2009

darf man jemals neu beginnen?

ich kann dieses jahr nicht leiden. und ich möcht es nicht mal neu beginnen, weil es sonst wäre, als wäre nie etwas passiert - weil sie dann weg ist und nie da war.

Mittwoch, Dezember 31, 2008

wär doch lustig, wenn man nacher merkt, dass alles nie passiert ist


dieses jahr war viel besser. bin ich echt zufrieden, insgesamt. jap. und fürs nächste hab ich auch schon eine aufgabe, nämlich lernen mit den dingen klarzukommen, die dieses jahr zutage gefördert hat, in meinem gemüt und in meinem umfeld. und ich bin jetzt überhaupt gar nicht mehr so unheimlich cool, dass ich mir nichts vornehme, im glauben, das nütze ja nichts, das würde ja eh innerhalb kürzester zeit gebrochen, nein nein, ich nehm mir nämlich vor mich selbst mehr zu lieben und vor allem viel lieber und nicht immer so gemein zu meinem liebsten zu sein.

Montag, Dezember 29, 2008

hilfe!

amazon und co tendieren ja dazu, einen bei jeder gelegenheit zu entmündigen und bessere ideen zu haben, was man eigentlich gemeint haben kann und in welchen zusammenhängen man die welt generell viel eher sehen sollte. etwa in der magischen kombination von 1984 und der schönen neuen welt, die überall wie siamesische zwillinge gehandelt werden, und -zugegeben- sich auch bei mir im bücherregal aneinanderschmiegen. also haben sie eh recht? ist der durchschnitt aller meinungen etwa der richtige?! oder nimmt man instinkiv jede hilfe an, die bloss authoritär genug, weil statistisch, daherkommt? gerade zu weihnachten, inspiriert von diesem ganzen jahr mit eigener hilflosigkeit, haben nicht nur internetdienste, sondern endlich auch mal menschen das bedürfnis anderen helfen zu müssen, und je kostengünstiger diese hilfe sich zeigt, desto ehrlicher ist sie. das ist in den meisten fällen gar nicht so schwer - den einen pflegt und hegt man und wickelt warm ein, bis er nicht mehr husten muss, der anderen hört man mit stahlharten nerven zu, auch wenn sie sich dauernd wiederholt. man putzt ganze wohnungen, sogar die ecken und die ritzen im parkett, mit den nadeln vom letzten jahr. und man hebt immer noch gequält am telefon ab, obwohl man weiss, dass derjenige am anderen ende ganz andere hilfe bräuchte als ein erschnorrtes bier und ein bisschen kohle. dann muss man jemandem alles glauben, der in knappen worten brutal formuliert, was ihm selbst ganz egal sein kann, und glaubt einem damit zu helfen. manchmal zieht man sogar von einem land ins andere, weil man denkt, man muss jemandem helfen, obwohl man in wahrheit nur sich selbst damit helfen möchte. die frage wo echte hilfe aufhört, wo selbstzerstörung beginnt und wo alles schon vergebene liebesmühe (schönes wort- ist hilfe "liebes-mühe"?) ist, ist zur zeit aktueller als sonst und die grenzen schwimmen bedrohlich und einschüchternd.
aber dieses hat im übrigen nichts damit zu tun, was mich im letzten halben jahr sonst noch beschäftigt hat. das waren ganz andere dinge - bahnbrechende, wutentbrannte, charakterverschiebende, emanzipatorische, rationale, mutige dinge.

Montag, Dezember 15, 2008